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Behandlungslexikon
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Gesund in jedem Alter
Gesundheit ist kein selbstverständlicher Besitz.
Wer gesund sein will, muss etwas dafür tun!
Natürliche Heilmittel sind zum Bewahren der Gesundheit ebenso wichtig wie zur Wiederherstellung.
Zu den wichtigsten natürlichen Heilmittel gehören: Trinkkur, Inhalation, Massage, kaltes Wasser, Klima und Peloide.
Klicken Sie den gewünschten Begriff an und Sie erhalten die entsprechende Erklärung zu diesem natürlichen Heilmitteln.
Die Trinkkur ist eine sehr traditionsreiche sowie altbekannte und -bewährte
Heilmethode. Sie kam im 17. Jahrhundert besonders in Mode, als man noch vermutete, dass ansteckende
Krankheiten durch Bäder übertragen würden.
Dabei wurde die These „Viel hilft viel“ kräftig in die Tat umgesetzt.
Zu Goethes Zeiten sollten noch bis zu 60 Becher Wasser täglich die erwünschte Wirkung erzeugen.
Heute dagegen ist die Trinkkur eine
seriöse, wissenschaftlich untermauerte
Therapiemethode.
Die Heilquellen, die bei der Trinkkur
eingesetzt werden, sind so unterschiedlich,
wie ihre Wirkungsweise.
Abhängig von der Zusammensetzung
können durch die Aufnahme
unter anderem die Magen-Darm-oder
die Nieren- und Blasenfunktionen
verbessert und reguliert werden.
Durch die Aufnahme bestimmter Mineralien,
zum Beispiel Eisen, Kalzium,
Magnesium, Jod und andere, können
Mangelerscheinungen vermindert
oder ausgeglichen werden.
Wichtiges Kriterium für den gewünschten
Heileffekt dabei ist allerdings
die exakte Einhaltung der vom
Arzt verordneten Dosierung.
Massagen sind bei vielen besonders
ihrer entspannenden, wohltuenden
Wirkung wegen beliebt. Tatsache
ist aber auch, dass mittels Massagen
unter anderem Muskellockerung, Durchblutungsförderung und
Schmerzlinderung erreicht werden
können. Gegenwärtig existieren viele
Formen von Massagen, sei es klassische
Handmassage, Reflexmassage,
Vibrationsmassage, asiatische
Shiatsu-Massage, Wellness-Massage,
Hot-Stone-Massage und zahlreiche
andere. Der Unterschied dieser Massagetechniken
liegt in der manuellen
Technik und in der Zielsetzung,
die zum Beispiel Entspannung, Lockerung,
Anregen organischer Prozesse,
psychisches Wohlbefinden,
Durchblutungsförderung oder anderes
beinhalten kann.
Das Klima eines Kurortes ist neben
weiteren Faktoren durch die geographische
Lage, Meereshöhe, Vegetation,
Klimazone, Sonneneinstrahlung,
Jahreszeit und durchschnittliche
Jahrestemperatur bedingt.
Viel mehr als man sich landläufig vorzustellen vermag, ist unser
Organismus, seine Funktion und
auch unser psychisches Wohlbefinden
mit dem Klima verknüpft. Allergiker
zum Beispiel schätzen die
staubfreie Luft des Hochgebirges.
Menschen mit Hauterkrankungen
wissen um die heilende Wirkung des
Salzwassers in Verbindung mit der
UV-Strahlung der Sonne. Wie sich die
eigene Stimmungslage bei Sonnenschein
deutlich verbessern kann,
weiß ebenfalls jeder. Darüber hinaus
unterstützen günstiges Klima, reine,
klare Luft und Sonne die Kurbehandlungen
vor Ort und tragen zu
Heilung, Entspannung und Erholung
bei.
Beim Inhalieren werden die Inhaltsstoffe
der Heilquellen zusammen mit
reichlich Feuchtigkeit über die Atemwege
und Lungen aufgenommen.
Feuchte, warme Luft erleichtert
sämtliche Atmungsvorgänge, da das
notwendige Erwärmen der kalten
Atemluft erspart bleibt und die Lunge
für viel Luft offen bleibt. In Kombination
mit den Wirkstoffen der Mi-neralwasserquellen wirkt die warme,
feuchte Luft überwiegend positiv bei
Erkrankungen der oberen und unteren
Atemwege. Inhalationen erfolgen
abhängig von der Indikation nach verschiedenen
Grundmethoden:
Lange vor unserer Zeit haben weise
Männer wie Dr. Sebastian Kneipp
(1821–1897) oder Vincenz Priessnitz
(1799–1851) die vielfältig heilende
Wirkung kalten Quellwassers in Verbindung
mit entsprechendem Tagesregime, Bewegung, spezieller Ernährung
und anderen Faktoren erkannt
und in die Praxis umgesetzt. Das Wasser
wird in Form von Güssen, Wickeln,
Umschlägen, Voll- oder Teilbädern
verabreicht. Die wohl bekannteste
und berühmteste Methode Kneipps
ist das Wassertreten. Die Palette der
Anwendungsmöglichkeiten ist ebenso
breit wie die Wirkungsweisen.
Bewegungsapparat, Kreislauf, Stoffwechsel,
Durchblutung, Haut und
mehr profitieren von diesen Behandlungen.
Die von Kneipp und Priessnitz
entwickelten Heilmethoden sind
weltweit anerkannt und finden bis
heute erfolgreich Anwendung.
Unter Peloiden fasst man alle fossilen
Sedimente wie Moor, Torf, Schlamm,
Schlick, Fango und Ähnliches zusammen.
Peloide werden je nach medizinischer
Indikation als Teil- oder Vollbäder
sowie als Packungen verabreicht.
Die Wirkung dieser natürlichen
Heilmittel besteht einerseits, wie
beim Mineralwasser, in der Aufnahme
von Wirkstoffen über die Haut.
Andererseits wird durch die in der
Regel hohe Temperatur und deren
Einwirkdauer Tiefenwärme entwickelt,
die Entspannung und Lockerung
von Muskeln und Muskelgruppen
zur Folge hat. Die Wärme beeinflusst
sowohl Organ- und Stoffwechselprozesse
als auch vegetative
Funktionen. Die positive Wirkung auf
die Haut und deren Durchblutung
wird auch zu kosmetischen Zwecken
genutzt. Eine wiederentdeckte, aus
dem arabischen Raum stammende
Badezeremonie, ist das Rasulbad, bei
dem der Körper mit Schlamm eingerieben
wird. Während des Einwirkens
durch die Haut sitzt man dabei in einem
gekachelten, heißen Raum.